C05: Bewertung

Modellgestützte Methode zur Bewertung der Lösungsvarianten in Planung und Realisierung insbesondere unter thermo-energetischen, qualitativen und wirtschaftlichen Aspekten

Teilprojektleiter

Prof. Dr. rer. pol. Werner Esswein: TU Dresden, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik insb. Systementwicklung
Dr. Hajo Wiemer: TU Dresden, Institut für Werkzeugmaschinen und Steuerungstechnik

Die im SFB/TR 96 verfolgten Verfahren zur Korrektur bzw. Kompensation thermisch bedingter Bearbeitungsfehler (kurz: Lösungsverfahren) führen zu verschiedenen Lösungen, die sich hinsichtlich Aufwand für ihre Erstellung und Anwendung sowie auf erreichbare Genauigkeit und Mengenleistung unterscheiden. Bisherige Arbeiten von C05 fokussierten auf die Entwicklung eines Bewertungsmodells einschließlich der Metrik, die die Bewertungskriterien – und methoden für Nutzen und Aufwand zusammenführt.
In Phase 2 werden diese Methoden in den Teilprojekten angewendet, um Wirksamkeit, Nutzen und Aufwand zunächst der Korrekturverfahren zu analysieren und schließlich Eignungsprofile für die erarbeiteten Lösungsverfahren zu entwickeln.
Im Zentrum der Analyse stehen deren beispielhafte Umsetzungen in den Integrationsobjekten und Demonstratoren. Mit der Analyse werden zudem Potenziale für die Senkung des Aufwands, der aus der Entwicklung und Inbetriebnahme der Lösungsverfahren resultiert, identifiziert. Für die Analyse liefert C05 Vorgehensweise und Dokumentationsvorschrift. Dazu gehört auch der Umgang mit dem bereits entwickelten Prüfwerkstück für den Nachweis der Wirksamkeit der Korrekturverfahren auf die Arbeitsgenauigkeit. Um auch die Einflüsse auf die Produktivität, das Langzeitverhalten der Güte der immanenten Modelle sowie der Eignung für unterschiedliche technologische Anwendungen untersuchen zu können, werden zusätzliche Nutzungsstrategien zum Prüfwerkstück entwickelt. Für die Analyse der Wirksamkeit der Kompensationslösungen werden vergleichend Simulationsrechnungen des Maschinenverhaltens mit und ohne Kompensationslösung genutzt.
Die Lösungsverfahren können für unterschiedliche Anwendungsfälle, d. h. für unterschiedliche Randbedingungen und Anforderungen, eingesetzt werden. Deshalb wird die Bewertung der Analyseergebnisse für typische Anwendungsfälle und unter Berücksichtigung der Sichtweisen von WZM-Entwicklern und –Betreibern vorgenommen werden, wofür die Eignungsbewertung um Methoden der multikriteriellen Bewertung erweitert wird. Schließlich werden Betrachtungen zur Kombinierbarkeit von Lösungsverfahren angestellt und in die Eignungsbewertung einbezogen. Die Ergebnisse der anwendungsfallbezogenen Eignungsbewertung werden in einem Informationssystem zusammengeführt, das die Nachnutzer bei der anwendungsfallgerechten Auswahl der Lösungsverfahren unterstützt. Um die Teilprojekte zu befähigen, ihre Lösungsverfahren nach dem vorgegebenen Vorgehen zu analysieren und zu bewerten sowie die ermittelten Kennwerte selbständig in das Informationssystem einzupflegen, erarbeitet C05 einen Wizard für die Anwendung des Bewertungsverfahrens und Informationssystems.